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Die Umsetzung

Die Umsetzung des Projektes soll in 4 Phasen erfolgen, wobei die Dauer der einzelnen Phasen sich in kurz-, mittel- und langfristige Ziele gliedert und in Abhängigkeit der verfügbaren finanziellen Mittel insbesondere für die Herrichtung der Gebäude. Diese sind in einem erheblich reparaturbedürftigen Zustand und es werden enorme finanzielle Mittel für die Sanierung aufgebracht werden müssen.

Josefhaus - Bestand - Haus 1
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Michaelshaus - Istzustand - Haus 2
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Immaculatahaus - Bestand - Haus 3
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Die Tätigkeiten auf dem Gelände erfolgen exemplarisch, d.h. die Jugendlichen betreuen nicht Viehherden, sondern kleine Gruppen von Tieren, sie erwirtschaften die Güter eines landwirtschaftlichen Betriebes lediglich in geringem Umfang, sie betreuen wenige Gäste, aber sie bauen unter der Anleitung von Experten notwendige Behausungen und sie verpflegen sich selbst.

 

Phase 1

Nach Kauf des Grundstückes müssen als erstes die Hauptgebäude gegen weiteren Verfall gesichert werden. Die Nutzung dieser Gebäude soll erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

In der ersten Phase werden ca. 24 Jugendliche mit einem pädagogischen und einem handwerklich ausgebildeten Betreuer das Gelände tageweise erkunden und urbarmachen.

Im Vordergrund steht dabei das „Nachvollziehen der Menschheitsgeschichte“, indem Grundbedürfnisse des Menschen wie Essen, Trinken, Behausung erkannt und in Projekten befriedigt werden. So müssen die Jugendlichen in weittestgehender Selbstständigkeit umsetzen, dass Wasser, Strom, Toiletten, Feuerstelle und Unterkunftsmöglichkeiten auf dem Grundstück vorhanden sind.
Die Jugendlichen können für Projekte, bei denen sie weiteres Fachwissen benötigen, durch Selbstorganisation die jeweiligen Experten dafür gewinnen.

Konkrete Projekte der 1.Phase:

  • Herstellung einer Komposttoilette
  • Bohren eines Brunnens
  • Schaffung von Schlafmöglichkeiten in einem vorhandenen Nebengebäude
  • Herrichtung eines Aufendhalts-, Küchen- und Lagerraums in den vorhandenen Nebengelassen des Hauptgebäude (Haus 1)A
  • Aufräumarbeiten und Entrümpelung des Geländes
  • Herrichtung der Baumallee auf dem Gelände
  • Bestandsaufnahme des Geländes und der Vegetation
  • Wiederaufbau des vorhandenen Gewächshauses
  • Bewirtschaftung der Obstbäume
  • Anlegen von Beeten
  • Unterschlupfmöglichkeiten für Kleintiere (z.B. Igel)
  • Instandsetzung des Zauns

Die 1. Phase der Umsetzung wird ca. 1 Jahr beanspruchen.

 

Phase 2

Ausbau der Werkstätten im Haus 2
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Im zweiten Jahr der Umsetzung liegt das Hauptaugenmerk auf den Ausbau des Erdgeschosses im Haus 2. Hier sollen Werkstätten entstehen, die der Herstellung eigner Produkte zum Verkauf oder der Schaffung der notwendigen Materialien zur Bewirtschaftung des Geländes dienen. Die Nutzung des Geländes erfolgt schon wochenweise, die Jugendlichen der 7. und 8. Jahrgangsstufe verbringen große Teile des Schuljahres, eingebunden in unterschiedliche Projekte auf dem Gelände.
Die Übernachtung erfolgt noch temporär.

Konkrete Projekte der 2.Phase:

  • Öffentlichkeitsarbeit zur Mittelbeschaffung für die Herrichtung Haus 1 und Haus 2
  • Schaffung von Werkstätten
  • Bienenhaltung als Beginn der Tierhaltung
  • Betreiben eines Hofladens zum Verkauf eigner Produkte
  • Weiterführen der Bewirtschaftung des Geländes aus

Die 2. Phase der Umsetzung soll wiederum ca. 1 Jahr dauern.

 

Phase 3

Ausbau Haus 1
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Die Phase 3 verfolgt mittelfristige Ziele in einem Zeitraum von 3-5 Jahren. In Abhängigkeit der finanziellen Mittel soll das Haus 1 zu Wohnzwecken saniert und ausgebaut werden. Geplant sind Wohn- und Gemeinschaftsräume, sowie Küche und Speiseraum und Wohnungen für die Betreuer (Heimeltern). Der Ausbau des Gebäudes sollte in enger Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben oder Berufsschulen erfolgen, damit die Jugendlichen auch in diesem Handwerk praktische Erfahrungen sammeln können.

Durch den Bau von Unterständen auf dem Grundstück kann die Tierhaltung ausgebaut werden. Im Haus 2 entsteht ein „Heuhotel“ zur Bewirtschaftung von Gästen und es werden weitere Wohnräume für die Jugendlichen geschaffen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werden 24 Jugendliche ganzjährig auf dem Gelände leben, lernen und arbeiten können. Vertrauensvolle Heimeltern begleiten die Jugendlichen, technisch versierte Betreuer und Experten leiten die Jugendlichen an und Fachlehrer der Freien Montessorischule Berlin kommen tageweise- oder wochenweise nach Strausberg. Die Studierstuben im Haus 1 laden zum verweilen und „lernen“ ein.

Konkrete Projekte der 3. Phase:

  • Öffentlichkeitsarbeit zur Mittelbeschaffung für die Herrichtung Haus 3
  • Kooperation mit Berufschulen
  • Ausbau Tierhaltung und Bau von Unterständen/ Ställe
  • Erweiterung des Hofladens um ein Hofcafé
  • Bewirtschaftung Gästezimmer
  • Selbstorganisation der Abläufe (Planung und Durchführung der täglich anfallenden Aufgaben)

 

Phase 4

Ausbau Haus 3
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Die Phase 4 bildetet die langfristige Ausrichtung des Projektes ab. In einem Zeitraum von 10 Jahren soll die Entwicklung des Projektes soweit abgeschlossen sein, das bis zu 50 Jugendliche auf dem Grundstück wohnen und arbeiten können.

Ähnlich wie in Phase 3 soll in Abhängigkeit der finanziellen Mittel das Haus 3 hergerichtet werden. Auch dabei soll eine enge Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben und/ oder Berufsschulen erfolgen, damit unsere Jugendlichen vor Ort nicht nur fachlich angeleitet werden, sondern zusammen mit anderen jungen Erwachsenen die schon einen Beruf erlernen, praktische Erfahrungen sammeln können.

Weiterhin kommen Fachlehrer aus der Freien Montessorischule tageweise oder wochenweise und unterstützen die Jugendlichen.
Das Objekt in Strausberg soll aber nicht nur unseren Jugendlichen einen Ort geben. Wir wünschen uns ein lebendiges Leben im Austausch mit unseren näheren und weiteren Nachbarn, Experten und Firmen vor Ort und Kooperation mit den umliegenden Schulen.

Auch ein internationales Austauschprogramm mit anderen Jugendschulen sollte entwickelt werden.

Konkrete Projekte der 4.Phase:

  • Entwicklung von Naturschutzprojekten im angrenzenden Naturschutzgebiet
  • Ausbau eines nationalen und internationalen Austauschprogramms
  • Bewirtschaftung eines „Heuhotel“
  • Weiterführen der Projekte Tierhaltung, Obst- und Gemüseanbau etc. aus den vorangegangenen Phasen

 

Fazit

Während des wichtigen Übergang eines Kindes von der Kindheit zur Adoleszenz, können sich die Jugendlichen unabhängig und unbeeinflusst von ihren Familien entwickeln. Das Objekt in Strausberg bietet die verschiedenen Orte und Umstände, welche die Kinder optimal auf das zukünftige Leben vorbereiten. So zeigt der Bauernhof mit seinen anfallenden Arbeiten (zum Beispiel „Stall ausmisten“) wie das Arbeitsleben und die Produktion aussieht. Um die Kontakteinrichtungen und Dienstleistungen in der Welt kennen zulernen, eignet sich die Bewirtschaftung von Gästezimmern oder des „Heuhotels“. Der mögliche Warenaustausch führt die Kinder in die Welt des Vertriebes und der Kommunikation ein.

Die „Erfahrungsschule des sozialen Lebens“ sollte nach Maria Montessoris Willen eine Schule für alle sein. Für die Vorgehensweise gilt: „Die besten Methoden sind diejenigen, die beim Schüler ein Maximum an Interesse hervorrufen, die ihm die Möglichkeit geben, allein zu arbeiten, selbst seine Erfahrungen zu machen und die erlauben, die Studien mit dem praktischen Leben abzuwechseln.“